Sonntag, 30. Dezember 2012

Warum wünschen wir uns einen "Guten Rutsch" ins neue Jahr?


Unseren Freunden und Verwandten wünschen wir am Silvesterabend einen "guten Rutsch". Doch woher kommt dieser Ausspruch eigentlich? Mit dem Glatteis, das sich zum Jahreswechsel vielerorts vorfindet, hat es freilich nichts zu tun. Wir verraten Ihnen, was dahinterstecken könnte.

Auch ist die Idee, dass damit das „Rüberrutschen“ vom alten ins neue Jahr gemeint ist, ein Irrglaube. Einen möglichen Erklärungsansatz liefert hingegen das hebräische Wort „Rosch“, was so viel wie „Anfang“ bedeutet. Demnach wäre ein „guter Rutsch“ ein „guter Anfang“ des neuen Jahres.

Da Hebräisch weltweit von sehr vielen Juden gesprochen wird, hat es längst Einfluss auf zahlreiche andere Sprachen dieser Welt genommen – darunter auch auf die deutsche. Mit der Zeit könnte aus dem „Rosch“ eben ein „Rutsch“ geworden sein. Andere Forscher vermuten, dass das Wort „Rutsch“ von dem Wort „Reise“ abgeleitet wurde. Wäre dies der Fall, geht es hier also um eine „gute Reise“ ins neue Jahr.

 

Eventuell auch persische Einflüsse

Ebenso könnte der Ausspruch auf das persische Wort „No Ruz“ zurückgehen. Dieser bedeutet „neuer Tag“, was in diesem Fall eben auf das neue Jahr angewendet wird. Ganz gleich, woher der Ausspruch kommt, wünschen wir einen guten Rutsch und ein gelungenes Silvester!


Auf der Seite Redensarten.net ist folgendes zu finden:

"jemandem einen Guten Rutsch wünschen"

Bedeutung: 

Jemand soll den Silvesterabend gut überstehen und unbeschadet ins neue Jahr kommen.


Herkunft

Möglicherweise handelt es sich um eine Eindeutschung des jiddischen "guten rosch".
Jiddisch war/ist - vereinfacht ausgedrückt - die Umgangssprache vor allem europäischer Juden. Hervorgegangen aus dem Deutschen, enthält es Elemente osteuropäischer Sprachen, aber natürlich auch des Hebräischen, weil letzteres sozusagen die Muttersprache der Juden ist.
Im Falle des guten Rutsches wird "rosch" auf das jüdische Neujahrsfest "rosch ha-schana" zurückgeführt, wobei das hebräische "rosch" für Kopf oder Haupt steht.
Allerdings begehen Juden das Neujahrsfest zumeist im September (das genaue Datum wechselt jährlich). Daher ist es auch gut möglich, dass der gute Rutsch noch unspektakulärer einfach nur auf das Verb rutschen zurückzuführen ist und ein sanftes Hinübergleiten ins neue Jahr gemeint ist.



Anmerkung der Volksbewegung:

Nun, egal, wo die Redewendung herkommt. Jeder kann für sich selbst entscheiden, ob er die hebräische oder persische Redewendung anwenden will oder nicht. Für diejenigen, die sich für unsere Muttersprache entscheiden, weil es nun mal die Sprache unserer Mütter und Väter ist, haben wir den folgenden Rat: Wünschen Sie sich, Ihren Verwandten, Bekannten oder auch Unbekannten doch einfach:

Einen Fröhlichen Jahreswechsel ins Jahr 2013

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